EU-Umgebungslärmrichtlinie

Mit der Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.06.2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Umgebungslärmrichtlinie) hat die Europäische Gemeinschaft ein Konzept vorgegeben, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, zu mindern und ihnen vorzubeugen. Die Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie in deutsches Recht erfolgte mit den §§ 47 a-f im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG), durch die Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV) und weiterer untergesetzliche Regelwerke z.B. Berechnungsverfahren. Zuständig für die Ausarbeitung von Lärmkarten und die Aufstellung von Lärmaktionsplänen sind die Gemeinden. 

 

Die wesentlichen Ziele der Umgebungslärmrichtlinie sind: 

  • Ermittlung der Belastung durch strategische Lärmkarten und 
  • Verminderung und Vorbeugung durch Lärmaktionspläne.

 

In der ersten Stufe (2007/2008) waren die Gemeinden verpflichtet, Lärmkarten auszuarbeiten bzw. Lärmaktionspläne aufzustellen, in denen Einwohner an Hauptverkehrsstraßen mit einem Fahrzeugaufkommen von mehr als 6 Mio. Fahrzeugen/Jahr belastet sind. Die Lärmkarten wurden flächendeckend für das Land Schleswig-Holstein vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume für alle Kommunen unter 20.000 Einwohner erstellt und sind unter www.laerm.schleswig-holstein.de einsehbar. Unter „Gemeinden" findet man Ammersbek und nach Anklicken der Gemeinde Ammersbek kann man den Lärmaktionsplan sowie die Lärmkarten ansehen.

 

Der Lärmaktionsplan der ersten Stufe für die Gemeinde Ammersbek wurde am 08.12.2009 von der Gemeindevertretung beschlossen und soll in den Jahren 2012/2013 überprüft und fortgeschrieben werden. Ob eine Ausweitung des von Umgebungslärm belastenden Gebietes in der 2. Stufe (mehr als 3 Mio. Fahrzeuge/Jahr) erfolgen wird, müssen die auszuwertenden Daten aus der Verkehrszählung 2011 ergeben; diese werden in die Lärmkarten mit eingearbeitet und werden der Gemeinde bis zum 30.06.2012 übermittelt. Danach wird sich entscheiden, ob das Gebiet, in denen Einwohner von Umgebungslärm betroffen sind, gleich bleibt oder sich vergrößert. Die Verwaltung der Gemeinde beabsichtigt, nach der aufgeführten Terminübersicht vorzugehen und den Lärmaktionsplan bis 18.07.2013 zu verabschieden:

 

Ablaufplan für die Gemeinde Ammersbek

 

Aufgabe:

Wann?

Vorarbeiten durch die Projektgruppe des Landes
hier: Erstellung der Lärmkarten

bis Ende April 2012

Erhebung und Abstimmung der Basis- und Fachdaten der Gemeinde Ammersbek = Abschluss der Lärmkartierung

bis 30. Juni 2012

Beginn der Aktionsplanung der Gemeinde

ab 1. Juli 2012
Überprüfung der Karten der 2. Stufe
Überprüfung des bestehenden Lärmaktionsplanes
im Juli 2012 
Vorstellung der Lärmkartierung in den Gremien
im August 2012
Erstellung eines überarbeiteten Lärmaktionsplanes (Entwurf) durch ein noch zu beauftragendes Ingenieurbüro
im Oktober 2012
Vorstellung des Lärmaktionsplanes (Entwurf) in den Gremien
im November 2012
Bekanntgabe der Aufstellung/Auslegung
im Dezember 2012
Einbindung der maßgeblichen Behörden/Beteiligung der Träger öffentlicher Belange
im Dezember 2012
Schriftliche Stellungnahme 14 Tage nach Auslegung
im Januar 2013
Workshop mit den betroffnen Bürgern/innen
im Jan./Feb. 2013
Überarbeitung des Lärmaktionsplanes unter Berücksichtigung der Stellungnahmen in den Gremien
im April 2013 
Fertigstellung des Lärmaktionsplanes
bis 30.04.2013
Beschluss des Lärmaktionsplanes in der Gemeindevertretung
im Juni 2013
Bekanntgabe/Auslegung des Lärmaktionsplanesnach Beschluss der Gemeindevertretung
Berichterstattung an das Land
bis 18. Juli 2013

 

Maßnahmenkatalog